Judenhügel

Seit 1574 Begräbnisplatz für jüdische Bürger, die in den Orten des Umlandes lebten.

27 Gemeinden brachten über Jahrhunderte mit Leichenzügen ihre Verstorbenen hierher (ursprüngliche Bezeichnung: "Wartburg").Die ältesten Grabsteine stammen aus dem 17. Jhdt. Auf Gräbern, die noch besucht werden, liegen kleine Steine. Alle Abbildungen haben symbolischen Charakter. Das für zeremonielle Bestattungen verwendete "Waschhaus" ist mit großen Steinplatten gedeckt.
Bitte betreten Sie den Friedhof mit gehöriger Andacht.

Judenfriedhof Bad Königshofen

Der Judenhügel wurde nachweislich schon in der Mittelsteinzeit von Menschen aufgesucht. Ein Teil des Plateaus ist trapezförmig von einem 1,5 km langen Wall umschlossen. Seine Höhe beträgt im Südwesten an der Außenseite 10,2 m und an der Innenseite nahezu 5,2 m. Durch einen hangabwärts verlaufenden Stichwall wurde der Bergbereich abgesichert, in dem vermutlich die Trink- und Brauchwasserstelle dieser keltischen Burg lag. Man nimmt an, dass es sich hier um eine kleine "Gauburg" handelte, die mit dem Fürstensitz auf dem Kleinen Gleichberg direkt in Beziehung stand.

Fibelfunde konnten der Eisenzeit zugeordnet werden. Die Anlage auf dem Judenhügel war an der Ostecke und im Nordwesten durch verteidigungsfähige Einfahrten gesichert. Am Übergang zum anschließenden Bergrücken ist dem Erdwall ein tiefer Graben vorgelagert.

 

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