Ritterkapelle in Haßfurt

Die Ritterkapelle Haßfurt ist ein Wahrzeichen und bedeutendes Bauwerk der Geschichte der Stadt und der Haßberge. Die Grundsteinlegung des Chores der Kapelle erfolgte 1390, die des Langhauses 1431. Die Ritterkapelle St. Maria in Haßfurt zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern Ostfrankens. Ihre Anfänge reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Durch die von Pfarrer Dr. Ambundi und dem Ritter Dieter Fuchs 1406 gegründete Bruderschaft wurde die Ritterkapelle stark geprägt. Im 15. und 16. Jahrhundert fanden prachtvolle Adelsprozessionen statt, bei denen bis zu tausend Teilnehmer von der Pfarrkirche zur Ritterkapelle zogen. Der durch Pfeiler und durch eine bekrönende Maßwerkgalerie gegliederte Chor, trägt oben am Dachansatz einen umlaufenden Bogenfries mit insgesamt 230 Wappenschildern deutscher Adelsgeschlechter. Ein noch nie gesehenes Wappenbuch des deutschen Adels.

Die gesamte Ausstattung der Ritterkapelle wurde in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach ausgewechselt. Ebenso diente die Kapelle lange als Grablege, wovon künstlerisch hochrangige Grabmale Zeugnis geben.
 

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