Schloss Gleusdorf

An der Itz liegt das ehemalige Amtshaus des Klosters Banz (1736), ein dreigeschossiger Rokokobau mit Wappen des Abtes Valentin Molitor.

Schloss Gleusdorf wurde erstmals 1151 in einer Urkunde erwähnt, in der ein Eribert de Chlubisdorf den Weiler Liuzileber (Lützelebern) an St. Petrus in Bamberg, Patrozinium des Klosters Banz, verschenkt.

Schloss Gleusdorf

Im Hochmittelalter gehörte Gleusdorf selbst dem Kloster Banz und wurde als Lehen an klösterliche Dienstmannen vergeben. Vom 14. bis zum 16. Jahrhundert saßen die Herren von Fulbach auf dem Schloss, das 1525 im Bauernkrieg beschädigt wurde. 1576 verstarb die Witwe des Sebastian von Fulbach. 1582 sind noch Georg und Valentin von Fulbach auf Gleusdorf nachgewiesen. Nach dem Aussterben der Linie fiel das Lehen an das Kloster zurück und wurde in ein Vogteiamt umgewandelt.

Der heutige Schlossbau war gegen 1770 vollendet. Im Zuge der Säkularisation fiel der Besitz 1804 an Bayern. Kurzzeitig war hier der Sitz des neu gegründeten bayerischen Landgerichts untergebracht, den man aber bereits 1808 nach Baunach verlagerte. Anschließend erwarben Privatleute die Schlossgebäude, die seitdem mehrmals den Eigentümer wechselten. Heutiger Eigentümer ist die „Seniorenresidenz Schloss Gleusdorf GmbH", die dem Altbestand einige Neubauten hinzufügte.

 

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