Schloss Hafenpreppach

Das Schloss stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert und stand im Besitz der Stein zu Altenstein.

Spätestens ab dem 16. Jahrhundert saß eine Linie der Stein von Altenstein in Hafenpreppach, das sie als Lehen vom Hochstift Würzburg erhalten hatten. Die Stammburg dieser Familie liegt in der Nähe auf einem Höhenkamm (Burg Altenstein). Ab 1664 war das Gut im Besitz der Freiherren von Greiffenclau. Ein Viertel dieser Herrschaft unterstand allerdings der Lehenshoheit des Hauses Sachsen-Römhild.

Schloss HafenpreppachDie Greiffenclau hielten das Schloss bis 1789. Anschließend wechselte die Anlage mehrmals den Eigentümer. Als der letzte Schlosserbe Helmut Riehl 1942 im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront fiel, wurde der Gesamtbesitz in eine Stiftung unter der Treuhänderschaft des Bayerischen Roten Kreuzes überführt. Nach dem Krieg baute man das Anwesen zum Kinderheim um. Ab 1980 begannen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Bausubstanz. Heute befindet sich das Schloss wieder in Privatbesitz und wurde 2006 erneut zum Kauf angeboten.

Schloss HafenpreppachDer Hauptbau geht im Kern noch auf das 16./17. Jahrhundert zurück und wurde wahrscheinlich ab 1714 unter dem Würzburger Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau umgebaut und erweitert. Greiffenclau hatte sich kurz vorher auch im nahen Gereuth ein repräsentatives Landschloss erbauen lassen. Diese Baumaßnahmen dienten wohl als Kapitalanlage aus Furcht vor einer Abwertung des fränkischen Gulden, der damals einen hohen Wert erreicht hatte.

Bis 1960 war dem Hauptgebäude südlich das „Alte Schloss" vorgelagert. Der zweigeschossige Renaissancebau mit seinem hohen Satteldach und den markanten Schweifgiebeln fiel jedoch vor seiner Unterschutzstellung der Spitzhacke zum Opfer. (Ansichten im Inventarband). Das Gebäude diente jedoch wohl von Anfang an als Verwalterhaus, die Bezeichnung „Altes Schloss" dürfte also irreführend sein.

Heute dient das Schloss dem Maler Anton Höger als privater Wohnsitz.

 

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