Schloss Untermerzbach

Im Jahre 1534 wurde das Schloss von der Familie Rotenhan errichtet, was das Wappen des Adelsgeschlechts in einem der beiden Türme bezeugt.
Wahrscheinlich lag bereits die hochmittelalterliche Burg der Herren von Merzbach auf dem Schlosshügel über dem Dorf. Nach dem Aussterben dieses Geschlechtes im 13. oder 14. Jahrhundert kam die Herrschaft im Erbgang an die Familie von Rotenhan. Der heutige Schlossbau soll im Kern auf Kunz II. zurückgehen. Eine Sandsteinplatte mit dem Ehewappen Rotenhan-Altenstein am Nordturm nennt als Baudatum das Jahr 1534.

 

Schloss Untermerzbach

Unter Karl Alexander (1710 - 1777) wurde die Merzbacher Linie in den Grafenstand erhoben. Um sich von der „nur freiherrlichen“ Verwandtschaft zu distanzieren, fügten die Grafen ihrem Namen ein zweites „t“ hinzu und nannten sich fortan Grafen von Rottenhan. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erfolgte der Umbau des alten Schlosses zum repräsentativen frühklassizistischen Landsitz. 1886 starb mit Maximilian von Rottenhan der letzte Vertreter der gräflichen Linie.

1922 erwarb die apostolische Gesellschaft der Pallottiner den Besitz und unterhielt dort bis 2009 ein Noviziat und eine philosophische Hochschule. Es wurden dem Bestand noch einige Anbauten und Nebengebäude (ehemals Hochschule, seit den 80er Jahren Gästetrakt inklusive Tagungs-/Seminarräumlichkeiten und eine 2009 profanierte Kirche) hinzugefügt.

2010 begannen die Bauarbeiten für die künftige Nutzung des Areals als Seminarzentrum der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft.

Seit September 2011 wird das Schloss als eine von fünf Akademien der gesetzlichen Unfallversicherung genutzt und dort Seminare zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz angeboten.

 

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