Schloss Weißenbrunn

Gefälliger Bau des 18. Jhd. Am Rand des 8 km westlich in Ebern gelegenen Ortsteiles Weißenbrunn nahe dem Stachel (484m) und dem Weißfichtensee. Der kleine barocke Landsitz ist in gutem Zustand und bewohnt.

Weißenbrunn scheint im Hochmittelalter der Sitz eines Niederadelsgeschlechtes gewesen zu sein. 1177 erscheint ein Herold von Wizenbrunn in einer Urkunde. Später gehörte die Herrschaft den Herren von Raueneck, den Fuchs und anderen. Wie die meisten umliegenden Burgen und Schlösser wurde auch der Ansitz Weißenbrunn 1525 im Bauernkrieg beschädigt, anschließend aber wiederhergestellt.

Schloss Weißenbrunn

1606 veräußerte der Zeiler Kastner Johann Rudolph Moser das Rittergut an den Generalfeldmarschall–Leutnant Franz Phillipp von Boyneburg. Die Familie von Boyneburg saß bis 1749 im Ort. Ein Dachziegel des heutigen Schlosses ist auf 1723 datiert. Den Stilformen nach dürfte der Bau tatsächlich um diese Zeit begonnen worden sein. Der Überlieferung nach soll sich der alte Ansitz jedoch auf dem gegenüber liegenden Hügel befunden haben. Geländespuren oder sonstige Dokumente hierzu haben sich aber nicht erhalten.

Nach 1749 war der Herrensitz etwa 50 Jahre im Besitz derer von Oberkamp. Anschließend wechselten die Schlossherren häufig, bis der Gutsbetrieb schließlich 1907 von der Familie Schönlau übernommen wurde. Heute dient das – nahezu unbeachtete – Anwesen nach einem erneuten Eigentümerwechsel nur noch Wohnzwecken.

 

<